Grundsätzlich gilt: Je mehr Eigenkapital Sie in die Finanzierung einbringen, desto besser. Erstens bekommen Sie günstigere Darlehenskonditionen angeboten. Zweitens verlieren Sie, wenn Ihre Finanzierung platzt, nur Ihr Haus und haben nicht auch noch Schulden abzubezahlen.

Ihr Eigenkapital wird sich auch danach bemessen, in welcher Höhe Ihnen die Finanzierungsinstitute Geld leihen. Diese ermitteln den Beleihungswert Ihres Objektes als Sicherheit für die Darlehen. Die Nebenerwerbskosten werden hierbei i.d.R. nicht berücksichtigt. Je weniger Sie den Beleihungswert über Darlehen ausschöpfen, umso günstigere Konditionen bekommen Sie angeboten. Hierbei haben sich folgende Grenzen etabliert. Darlehen bis zu

40 % des Beleihungswertes
60 % des Beleihunsgwertes
80 % des Beleihungswertes

Die verbleibende Differenz von mindestens 20 % sowie die Nebenkosten sollten Sie grundsätzlich als Eigenkapital aufbringen.

Finanzierungsbeispiel

A Kaufpreis Objekt = Beleihungswert 400.000 Euro
B Nebenerwerbskosten (5 %) 20.000 Euro
C Gesamtkosten 420.000 Euro

Darlehen 60 % von A 240.000 Euro
Darlehen 20 % von A 80.000 Euro
Darlehen gesamt 320.000 Euro

Erforderliches Eigenkapital 100.000 Euro

Insgesamt ist ein Eigenkapital von rund 24 % der Gesamtkosten erforderlich, wenn Kaufpreis und Beleihungwert identisch sind. Beträgt der Beleihungswert Ihres Objektes nur 90 % des Kaufpreises, ist ein Eigenkapital von rund 31% der Gesamtkosten erforderlich.

Zum Eigenkapital zählen zum Beispiel:

Barmittel, Termingelder
Wertpapiervermögen
Bausparvermögen
Zum Eigenkapital zählen auch Eigenleistungen, die Sie nachweislich als Arbeitsleistungen am Bau erbringen. Einige arbeitslohnintensive Beispiele mit dem jeweiligen Anteil an den Gebäudekosten:

Fußboden- und Fliesenlegen: 2 %
Malerarbeiten: 3 %
Maurer (Putzer): 2 %
Erdarbeiten: 2 %
Maximal sind 20 % der Gebäudekosten als Eigenleistung darstellbar. Bedenken Sie allerdings den Zeitaufwand für die Erbringung der Leistungen.