Eine Geldanlage muss mehrere Funktionen erfüllen. In gewisser Weise widersprechen sich manche Anforderungen, andere wiederrum lassen sich gut unter vereinen. Wem Sicherheit bei der Geldanlage am wichtigsten ist, der sollte sein Geld als Tagesgeld anlegen.

Ebenso wie Girokonten und auch Sparbücher sind Tagesgeldkonten vollkommen flexibel. Dies bedeutet, dass der Anleger wann immer er möchte an sein Geld kommt, ohne auf vertraglich festgelegte Kündigungsfristen oder Fälligkeiten warten zu müssen.

Dies ist in der Tat eine überaus angenehme Eigenschaft von Tagesgeldkonten. Immerhin kann es schnell passieren, dass man kurzfristig unerwartet Geld benötigt. Wenn man sein Geld dann fest angelegt hat, muss der Liquiditätsengpass mittels Fremdkapital, also mittels eines Kredites überbrückt werden. Zwar gibt es in solchen Fällen kaum Probleme bei der Kreditaufnahme, da ja durch die Geldanlage eine Sicherheit vorliegt, dennoch ist es ärgerlich, da mit der Kreditaufnahme eben auch Zinsen anfallen.

Apropos Zinsen: Im Vergleich zu den oben genannten Anlageformen mit gleicher Kapitalbindung, dem Sparbuch und dem Girokonto, wird das Tagesgeldkonto sehr attraktiv verzinst. Trotz der hohen Sicherheit und der flexiblen Verfügungsmöglichkeiten bekommt man für ein Tagesgeldkonto momentan über 2% p. a. Die Verzinsung und die Sicherheit sind die großen Vorzüge, die das Tagesgeldkonto ausmachen. In punkto Sicherheit gelten folgende Bedingungen: Das Konto und die Verzinsung werden ausschließlich im Guthabenbereich geführt, Verluste sind daher nicht möglich. Der Zinssatz wird laufend angepasst, je nachdem, wie sich der Leitzins der Europäischen Zentralbank (EZB) entwickelt. Außerdem ist das Geld über den Einlagensicherungsfonds der EU abgesichert, somit ist das Geld, das auf einem Tagesgeldkonto angelegt wurde, selbst bei Bankpleiten nicht verloren.