Wer Mitglied in einer privaten Krankenversicherung ist und mit den bestehenden Vertragsbedingungen unzufrieden ist, überlegt schnell, ob ein Wechsel sinnvoll ist. Diese Frage ist nicht immer einfach zu beantworten, nähere Informationen hierzu findet man auf verschiedenen Webseiten.

Generell kann man jedoch sagen, dass es einige Indizien gibt, die Aufschluss darüber geben, in welcher Situation mit welchen Folgen gerechnet werden muss, also was ein Wechsel für Konsequenzen hat. Trotzdem gilt jedoch, dass dies im Einzelfall mit einem Berater abgeklärt werden muss, da dies nicht nur von persönlichen Merkmalen, sondern auch von der jeweiligen Versicherungsgesellschaft abhängt.

Generell ist es jedoch so, dass die neue Krankenversicherung in jedem Fall eine Gesundheitsprüfung verlangen wird, da dies beim Eintritt in die PKV üblich ist. Wenn die letzte Gesundheitsprüfung (für die vorherige PKV) nun schon einige Jahre zurück liegt und der allgemeine Gesundheitszustand sich seitdem verschlechtert hat, so wirkt sich die erneute Gesundheitsprüfung nachteilig aus, da das Ergebnis in solch einem Fall zu einer höheren Einstufung in der neuen PKV führen kann. Diese Tatsache mindert die Chance auf einen günstigeren Beitragssatz erheblich. Weiterhin sollte bedacht werden, dass der Beitragssatz auch vom Eintrittsalter abhängt, welches ja nun zwangsläufig höher ist, als es das beim Eintritt in die alte Versicherung war. Ein weiterer Faktor sind die Altersrückstellungen, die man ja seit dem Eintritt in die alte Versicherung angesammelt hat. Mittlerweile besteht zwar die Möglichkeit, Altersrückstellungen bei einem Wechsel der privaten Krankenversicherung mitzunehmen, dennoch betrifft dies nicht immer den vollen Betrag. Somit läuft man nach wie vor Gefahr, bei einem Wechsel im Bezug auf die Rückstellungen Verluste zu machen.

Alles in allem sollte ein Wechsel somit gut überdacht werden. Während es sich bei jungen Menschen durchaus noch lohnen kann, wird ein Wechsel im Alter zunehmend problematisch. Trotzdem bedeutet das nicht, dass man sich mit den nicht zufriedenstellenden aktuellen Vertragsbedingungen abfinden muss. Jede Versicherungsgesellschaft bietet verschiedene Tarife an, die sich in Preis und Leistung unterscheiden. Somit ist es häufig vorteilhafter, im Fall der Unzufriedenheit den Tarif und nicht die Versicherung zu wechseln.

Zum Schluss aber trotzdem nochmals der Hinweis: Dieser Sachverhalt sollte im Einzelfall mit einem möglichst unabhängigen Berater besprochen werden.